Der FCZ nimmt aus dem Wallis einen verdienten Punkt mit

Vor 9700 Fans holte der FCZ im Stade de Tourbillon gegen den FC Sion ein 1:1-Unentschieden. Beide Treffer fielen in der ersten Halbzeit mittels Penalty. Philippe Kény traf für den Stadtclub, Winsley Boteli war für die Walliser erfolgreich. Der FC Zürich konnte nach einer Roten Karte gegen Fode Sylla über eine Stunde lang in Überzahl spielen und hatte ein Chancenplus, zum entscheidenden Treffer reichte es trotz grossen Bemühungen allerdings nicht.

FCZ-Cheftrainer Marcel Koller nahm im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den FC Vaduz in der Startelf nur eine personelle Änderung vor. Für den am Knie verletzten Damienus Reverson kam Valon Berisha in die Startelf, womit der Stadtclub in einem 4-1-4-1-System auflief. 

Der FC Zürich startete im Stade de Tourbillon gegen den Tabellenzweiten aktiv, offensiv und mutig. Der Stadtclub schaltete von Anfang an den Vorwärtsgang ein und überraschte damit den Gegner. In der vierten Minute wurde Miguel Reichmuth im Anschluss an einen weiten Einwurf von Doron Lichtenstein im Strafraum von Baltazar getroffen, worauf Schiedsrichter Luca Piccolo sofort auf den Penaltypunkt zeigte. Philippe Kény lief vom Elfmeterpunkt an und traf mit einem platzierten Schuss in die linke untere Torecke zur frühen und verdienten FCZ-Führung. Das Team von Cheftrainer Marcel Koller belohnte sich damit für eine sehr starke Startphase. Die Zürcher dominierten auch in der Folge und so kam der FC Sion erst in der 15. Minute zur ersten gefährlichen Offensivaktion. Silas Huber konnte den Abschluss von Josias Lukembila aber mit einem glänzenden Reflex abwehren. Von nun an übernahmen die Walliser das Spieldiktat und kamen durch Josias Lukembila zu einer weiteren Ausgleichsmöglichkeit. In der 27. Minute wurde Lindrit Kamberi von Fode Sylla mit dem gestreckten Bein und oberhalb des Knöchels gefoult und der Unparteiische entschied nach VAR-Überprüfung auf Platzverweis gegen den Sittener Mittelfeldspieler. Zehn Minuten später stiess Leandro Schödler im eigenen Strafraum Winsley Boteli in den Rücken. Auch hier zeigte Schiedsrichter Luca Piccolo auf den Penaltypunkt. Der gefoulte Neo-Nationalspieler nahm selbst Anlauf und liess Silas Huber keine Abwehrchance. Somit stand es zur Pause 1:1.

Auch in der zweiten Halbzeit gehörte die erste Grosschance dem FCZ. Vier Minuten nach Wiederanpfiff flankte Miguel Reichmuth von rechts zur Mitte, wo Philippe Kény zum Kopfball kam, sein Versuch landete aber knapp über der Latte. Der Stadtclub hatte nun mit einem Mann mehr auf dem Platz deutlich mehr Ballbesitz und war das spielbestimmende Team und stand dem Führungstreffer näher als der FC Sion, der sich mit seinen flinken Offensivkräften in numerischer Unterzahl hauptsächlich auf die Kontersituationen fokussierte. In der 68. Minute hatte Philippe Kény erneut das 2:1 auf dem Kopf, der Senegalese verzog aber völlig freistehend aus kurzer Distanz. In der Folge hatte auch Umeh Emmanuel eine Möglichkeit, um das Spiel zu entscheiden. Trotz grossem FCZ-Aufwand blieb es am Schluss beim 1:1, womit der Stadtclub beim Walliser Spitzenteam einen Punkt mitnehmen konnte.

Nun folgt eine dreiwöchige Nationalmannschaftspause. Das nächste Pflichtspiel bestreitet der Stadtclub am Samstag, 10. Oktober 2026 um 18.00 Uhr zuhause im Stadion Letzigrund gegen den amtierenden Schweizer Meister FC Thun.