Verdienter 2:1-Derbysieg für den FCZ
Der FC Zürich sicherte sich dank einem 2:1-Derbysieg gegen den Grasshopper Club auch rechnerisch den Ligaerhalt. Vor 18`040 Fans im Letzigrund ging GC in der ersten Halbzeit durch Emmanuel Tsimba in Führung. Der GC-Torschütze flog kurz vor der Pause nach einem Ellbogenschlag gegen Lindrit Kamberi mit einer roten Karte vom Platz, worauf der FCZ die Partie dank Toren von Alexander Hack und Ilan Sauter drehte. Silas Huber hielt zudem einen Penalty von Jonathan Asp Jensen.
FCZ-Interimstrainer Carlos Bernegger veränderte seine Startaufstellung im Vergleich zum 2:2 in Winterthur auf zwei Positionen. Ilan Sauter kam auf der linken Aussenverteidigerposition für den gesperrten Sebastian Walker zum Einsatz und im offensiven Mittelfeld bekam Bledian Krasniqi den Vorzug gegenüber Nevio Di Giusto.
Der Stadtclub startete druckvoll und mit klaren spielerischen Vorteilen in dieses 294. Derby und hatte in der siebten Minute die erste grosse Torchance. Juan José Perea wurde auf der halbrechten Seite in die Tiefe geschickt und lief entschlossen auf das gegnerische Tor zu, der Kolumbianer blieb mit seinem Abschluss aber am reflexschnellen GC-Goalie Justin Hammel hängen. Der FCZ war auch in der Folge mehrheitlich in Ballbesitz und kontrollierte das Spielgeschehen, von GC kam offensiv wenig, weil der Stadtclub im Mittelfeld und in der Defensive aufsässig und zweikampfstark auftrat. Nach einer halben Stunde kam der FC Zürich zu einem Eckball, den Cheveyo Tsawa zur Mitte brachte, wo Ilan Sauter am höchsten stieg. Justin Hammel war bereits geschlagen, doch GC-Verteidiger Nico Rissi klärte in extremis auf der Linie. Fünf Minuten später trat auch der Grasshopper Club in der Offensive erstmals gefährlich in Erscheinung. Jonathan Asp Jensen flankte von links in den FCZ-Strafraum, wo Emmanuel Tsimba mit einem Flugkopfball Silas Huber zum 1:0 für die Gäste bezwang. Der FC Zürich versuchte umgehend zu reagieren, ein Schlenzer von Philippe Kény verfehlte das Ziel allerdings knapp. Einen grossen Aufreger gab es dann noch kurz vor dem Pausenpfiff. Lindrit Kamberi ging nach einem Ellbogenschlag von Emmanuel Tsimba zu Boden, worauf der GC-Torschütze nach VAR-Intervention mit einer roten Karte vom Platz flog. Mit dem 1:0 für die Hoppers ging es dann in die Halbzeit.
Mit einem Mann mehr auf dem Platz übernahm der FCZ zu Beginn der zweiten Halbzeit sofort wieder das Spieldiktat und kam in der 49. Minute zum verdienten Ausgleich. Ivan Cavaleiro brachte eine Flanke von rechts auf den zweiten Pfosten, wo der aufgerückte Innenverteidiger Alexander Hack bereitstand und zum 1:1 einköpfte. Für den 32-jährigen Deutschen war es die Torpremiere im Trikot des FC Zürich. Der Stadtclub hatte die Partie komplett im Griff, liess den Ball geduldig in den eigenen Reihen laufen und setzte sich fast permanent in der gegnerischen Platzhälfte fest und das wurde in der 61. Minute mit dem 2:1-Führungstreffer belohnt. Ilan Sauter zog von der Strafraumgrenze ab und traf mit einem sehenswerten Schuss ins Lattenkreuz. Fünf Minuten später traf Ilan Sauter dann im eigenen Strafraum die Kniekehle von Dirk Abels. Schiedsrichter Lukas Fähndrich liess zuerst weiterspielen, schaute sich die Szene dann am Bildschirm an und entschied auf Penalty. Jonathan Asp Jensen lief an und scheiterte am glänzend reagierenden Silas Huber, der den Versuch der Bayern-Leihgabe mit dem Fuss parierte. Das war die Entscheidung in diesem 294. Derby, das der FCZ mit 2:1 gewann und sich damit auch rechnerisch den Ligaerhalt sicherte.
Der FCZ schliesst die Saison 2025/2026 nun mit einer englischen Woche ab. Am Dienstag, 12. Mai 2026 ist der Stadtclub um 20.30 Uhr in der swissporarena beim FC Luzern zu Gast und am Samstag, 16. Mai 2026 folgt um 18.00 Uhr noch das letzte Heimspiel gegen den Servette FC.