Ein 2:2-Unentschieden auf der Schützenwiese
Auf der mit 8700 Fans ausverkaufen Schützenwiese musste sich der Stadtclub gegen den FC Winterthur mit einem Punkt zufriedengeben. Der Stadtclub führte dank Toren von Juan José Perea (23.) und Philippe Kény (69. Penalty) zweimal, der FC Winterthur konnte aber durch Pajtim Kasami (25.) und Andrin Hunziker (95. Penalty) zweimal ausgleichen.
Wie an der Pressekonferenz am Donnerstag angekündigt, setzte FCZ-Interimstrainer Carlos Bernegger im Tor wieder auf die Dienste von Silas Huber. Zudem spielten verglichen mit der 0:3-Niederlage in Lausanne auch Alexander Hack, Nevio Di Giusto und Selmin Hodza neu von Anfang an. Für den Letztgenannten war es der erste Super-League-Startelfeinsatz seit dem 26. April 2023. Eigentlich wäre auch Damienus Reverson in der Startelf gestanden, allerdings verletzte er sich beim Warm-Up und deshalb kam kurzfristig Philippe Kény zum Handkuss.
Der FCZ startete entschlossen und druckvoll und kam bereits in der vierten Minute durch einen abgefälschten Schuss von Nevio Di Giusto zur ersten Abschlussmöglichkeit. Drei Minuten später brauchte es eine erste Glanzat von Silas Huber, der einen Distanzschuss von Nishan Burkart stark parieren konnte. Das Spiel verlief in der Folge ausgeglichen, die Partie war vom Kampf und der Taktik geprägt. Deshalb ereignete sich der nächste Aufreger erst in der 23. Minute. Philippe Kény spielte auf der rechten Seite Juan José Perea frei, der mit viel Tempo in Richtung des gegnerischen Tores zog und mit einem Flachschuss Winterthur-Goalie Stefanos Kapino zur Führung für den FCZ bezwang. Für den Kolumbianer war es der zweite Saisontreffer. Das Heimteam hatte allerdings die sofortige Antwort parat. Nur wenige Sekunden nach dem Zürcher Führungstreffer verarbeitete Fabian Rohner einen langen Ball technisch stark und legte für Pajtim Kasami auf, der von der Strafraumgrenze zum 1:1 traf. Anschliessend brauchte es eine Parade von Silas Huber, der einen Kopfball von Andrin Hunziker auf der Linie reflexschnell abwehrte. Dann hatte der Stadtclub spielerische Vorteile und kam durch Cheveyo Tsawa zu zwei weiteren tollen Möglichkeiten, beide Versuche des 18-Jährigen landeten aber knapp neben respektive über dem Tor. So ging es mit dem 1:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel war der FC Zürich klar am Drücker und kam in der 55. Minute durch Cheveyo Tsawa zum vermeintlichen 2:1. Der Treffer wurde allerdings annulliert, da der Ball bei der Entstehung des Tores die Out-Linie bereits überschritten hatte. Kurz darauf flog ein Abschluss von Ivan Cavaleiro haarscharf über die Querlatte. Nach etwas mehr als einer Stunde war dann wieder Silas Huber gefordert, als er einen Kopfball von Alexandre Jankewitz parierte. In der 69. Minute landete ein Schuss des eingewechselten Bledian Krasniqi im gegnerischen Strafraum an der Hand von Souleymane Diaby, worauf Schiedsrichter Luca Cibelli folgerichtig auf den Elfmeterpunkt zeigte. Philippe Kény übernahm die Verantwortung und erzielte seinen 13. Saisontreffer. Der FCZ legte verdient wieder vor. In der Schlussphase warf der FC Winterthur alles nach vorne und der Stadtclub hatte einige gefährliche Umschaltmomente, um das Spiel zu entscheiden. Das gelang allerdings nicht und so kam es, wie es in dieser Saison schon häufig kam. Tief in der Nachspielzeit, in der 95. Minute, holte Cheveyo Tsawa an der Strafraumgrenze Loic Lüthi von den Beinen und es gab nach VAR-Intervention Elfmeter. Andrin Hunziker traf vom Penaltypunkt und sorgte dafür, dass sich der FCZ auf der Schützenwiese mit einem Unentschieden zufriedengeben musste.
Weiter gehts für den Stadtclub am kommenden Samstag, 9. Mai 2026 um 18.00 Uhr im Stadion Letzigrund mit dem Derby gegen den Grasshopper Club.