Wieder eine Niederlage mit einem Tor Differenz

Vor 12‘377 Fans unterlag der FC Zürich im Stadion Letzigrund dem FC Lugano mit 0:1. Das spielentscheidende Tor in einem ausgeglichenen und von der Taktik sowie vom Kampf geprägten Spiel erzielte Renato Steffen in der 61. Minute.

Dennis Hediger nahm verglichen mit der 1:2-Niederlage vom Ostermontag in St.Gallen eine Änderung in der Startaufstellung vor. Für Damienus Reverson spielte Livano Comenencia von Anfang an, ansonsten vertraute der FCZ-Trainer demselben Personal wie fünf Tage zuvor im kybunpark. Nicht zur Verfügung standen Chris Kablan, Jorge Segura und Jill Stiel (alle verletzt) sowie Selmin Hodza (krank).

Eine erste gelungene Offensivaktion hatte der Stadtclub bereits nach etwas mehr als zwei Minuten. Sebastian Walker zog nach einer Balleroberung auf der Höhe der Mittellinie entschlossen in Richtung des gegnerischen Tores, allerdings rutschte ihm der Ball beim Abschlussversuch über den Fuss. Im Gegenzug wurden dann auch die Gäste ein erstes Mal gefährlich, Silas Huber klärte dabei stark gegen Yanis Cimignani. Die Startphase verlief insgesamt ausgeglichen, die beiden Mannschaften neutralisierten sich zwischen den beiden Strafräumen. In der 19. Minute kam der FCZ zu seinem ersten Eckball, den Cheveyo Tsawa trat und auf den Kopf von Philippe Kény zirkelte, dessen Versuch ging aber knapp am linken Torpfosten vorbei. Der FC Lugano hatte in der folgenden Phase mehr Ballbesitz, trotzdem hatte nach 38 Minuten der FC Zürich die nächste Gelegenheit, Ivan Cavaleiro köpfte eine Flanke von Sebastian Walker aber direkt in die Hände von Lugano-Goalie Amir Saipi. Mit dem leistungsgerechten 0:0 ging es dann auch in die Pause.

Der Stadtclub kam zu Beginn der zweiten Halbzeit besser aus der Kabine und hatte leichte spielerische Vorteile zu verzeichnen. Torchancen gab es aber auf beiden Seiten lange Zeit keine. Dies änderte sich nach einer Stunde. Lindrit Kamberi wurde im gegnerischen Strafraum von Philippe Kény freigespielt, er hatte aber bei seiner Schussabgabe etwas Rücklage, sodass der Ball klar über die Querlatte flog. Unmittelbar danach spielte Lugano-Goalie Amir Saipi einen langen Ball, welcher von Georgios Koutsias per Kopf verlängert wurde und worauf Renato Steffen alleine auf Silas Huber zulaufen konnte. Der ehemalige Schweizer Nationalspieler blieb in dieser Situation abgeklärt und schob zum 1:0 für die Gäste aus dem Tessin ein. Der FCZ versuchte zu reagieren und Dennis Hediger wechselte mit Damienus Reverson, Juan José Perea und Umeh Emmanuel zusätzliche Offensivkräfte ein. Zu weiteren zwingenden Torchancen kamen die Zürcher aber nicht mehr. In der Schlussphase blieb ein Ellbogenschlag von Kevin Behrens gegen den Kopf von David Vujevic, der blutend das Spielfeld verlassen musste, ungeahndet und Lugano-Verteidiger Hannes Delcroix hatte noch die Möglichkeit zum 2:0, scheiterte aber am glänzend reagierenden Silas Huber. Es blieb am Ende beim knappen Sieg für die Tessiner.

Nun folgt eine zweiwöchige Meisterschaftspause, bevor für den FCZ am Samstag, 25. April 2026 um 18.00 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Lausanne die Relegation Group beginnt.